Gott am Werk

Warum ist es nur so schwer, von unserer Hoffnung in Jesus weiterzuerzählen? Unter anderem haben wir uns mit dieser Frage beschäftigt, in den Gruppen, die wir die letzten Monate in verschiedenen Dörfern angefangen haben. Eines wurde uns beim Bibelstudium klar: wenn wir unsere Identität in Jesus kennen, dann wollen wir unsere Hoffnung in Jesus weitergeben, aus Liebe zum Nächsten und weil wir Gottes Botschafter sind. Dazu haben wir einige Werkzeuge gemeinsam gelernt und uns gegenseitig motiviert, sie anzuwenden. Das Resultat: Gott am Werk und Menschen total verändert.

Gott bräuchte uns nicht, aber er hat in seiner Souveränität entschieden, dass er uns als Versöhnungs-Botschafter einsetzen will (2. Korinther 5:17-21), und zwar JEDEN, der an IHN glaubt. Die Frage ist: Sind wir mit seiner Liebe erfüllt und sind wir gehorsam (Johannes 14:15), seinen Anweisungen zu folgen (Matthäus 28:18-20)?

Die letzten Wochen haben wir gesehen, wie Gott wirkt, wenn wir unseren Teil dazugeben – nicht weil er auf uns angewiesen ist, sondern weil er uns einfach dazu aufgefordert hat. Vielleicht will Gott auch sehen, ob wir tatsächlich für IHN einstehen wollen (Römer 1:16-17), denn „es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt“. Unser Aufgabe ist es, das Evangelium durch Weitersagen an Ort und Stelle zu bringen, die Veränderung wirkt Gott.

Tausende unterwegs

Diese Bilder zeigen, was in den vergangenen Tagen in der Provinz von Loja geschehen ist. Tausende von Menschen waren Teil der viertägigen Prozession, um die Marienstatue der „Jungfrau von El Cisne“ vom Bergdorf El Cisne nach Loja zu bringen. Den 74km weiten Fußmarsch nahmen alte und junge Menschen voller Hingabe und mit vielen Hoffnungen auf sich, um die Jungfrau zu ehren und Gebetserhörungen von ihr zu erwarten.

Doch woher kommt die Anbetung der in ganz Ecuador bekannten „Jungfrau von El Cisne“? Im Jahre 1594 war die Provinz Loja von einer großen Dürren und Rattenplage getroffen. Es kam zu einer schrecklichen Hungersnot, sodass viele Menschen sich auf die Suche nach einer neuen Heimat machen wollten. Doch dann erschien ihnen die Jungfrau, die sie aufforderte eine Kathedrale zu bauen – Dann würde sie sich immer um die Menschen kümmern und sie würden nie mehr Hunger leiden. Daraufhin begann es zu regnen, die Felder wurden wieder grün und viele Menschen erfuhren Hilfe durch die Jungfrau. So die Legende, wie die „Jungfrau von El Cisne“ ihre Größe gezeigt habe…

Auch 400 Jahre später wird sie von vielen verehrt, die Heilung, Errettung und Segen für ihr Leben erbitten. Lasst uns dafür beten, dass Jesus ihnen die Augen öffnet, dass ER der einzige Heiler und Retter ist, den wir brauchen!

Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ – Johannes 14,6

Erfrischende Tage

Auftanken durch Input, Austausch, Gebet und gemeinsame Action – letzte Woche haben wir dies bei der jährlichen Konferenzwoche mit unserem SIM-Team erleben dürfen! Jim Plueddemann und seine Frau Carol ermutigten uns für unseren persönlichen Weg mit Gott sowie für den Dienst. Er ist Missiologe am Trinity College in USA und hat mit SIM lange in Nigeria gearbeitet bevor er internationaler SIM Direktor war. Wir konnten viel von den beiden mitnehmen und es war eine wohltuende Zeit!

Psalm 84 ermutigte uns wieder neu in einer der Bibelarbeiten: Lebe ich in enger Verbindung zu Jesus? Lebe und diene ich aus Gottes Gegenwart heraus? Wonach sehne ich mich? Hat meine Beziehung zu Gott oberste Priorität, auch beim Konfrontieren vieler Nöte?

„Allmächtiger Herr, glücklich ist der Mensch, der auf dich vertraut!“ (Psalm 84,13)

 

 

Liebe und Respekt

„Jeder Ehemann soll seine Frau so lieben, wie er sich selbst liebt, und die Ehefrau soll ihren Mann achten und respektieren.“ Epheser 5,33

26 Frauen aus Gonzanamá und umliegenden Dörfern nahmen am vergangenen Wochenende an der Frauenfreizeit teil. Unsere ecuadorianische Teamkollegin Sandry sprach über Themen zur Ehe – was wir als Frauen über die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mann und Frau wissen sollten und wie wir zu einer guten Ehebeziehung beitragen können. Frauen brauchen Nähe (Liebe), Männer hingegen brauchen Respekt! Doch wenn der Mann sich nicht respektiert fühlt, sei es durch Unstimmigkeiten, klagende und kritische Worte oder Handlungen, reagiert er darauf mit einem Verhalten, das seine Frau als lieblos empfindet. Und wenn die Frau sich nicht geliebt fühlt und der Mann ihr keine Nähe zeigt, reagiert sie mit einem Verhalten, das der Mann als respektlos empfindet. Es ist wichtig, diese Dynamik zu verstehen, um den Kreislauf unterbrechen zu können und bereit zu sein, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen. Wenn die Frau Liebe erfährt, reagiert sie mit Respekt, und wenn der Mann Respekt erfährt, reagiert er mit Liebe! Beide Seiten können so erfahren, was ihr Herz braucht – wer tut den ersten Schritt? Sandry hat den Frauen viele Hilfestellungen aus der Bibel aufgezeigt, was Gott sich als Schöpfer von Mann und Frau, und als Erfinder der Ehe ausgedacht hat. Doch in allem, was wir als imperfekte Menschen für eine gute Beziehung anstreben können, ist es das wichtigste, dass Jesus im Boot der Ehe sitzt und Er in den Herzen beider Partner sein Werk tut!