… die regnerische Zeit hat nun nach vielen Monaten der Trockenheit eingesetzt. Da muss man gleich mal den Schirm testen und zusehen wie sich die Straße in einen Bach verwandelt. Nun gibt es bei uns auch wieder viele Erdrutsche und Steinschläge, die das Reisen schwerer machen. Die Bauern mit ihren Bullen und dem Milchvieh freuen sich aber. Da gibt’s wieder mehr Joghurt und Käse, dafür ist unser Dorf bekannt.

Leben im hier und jetzt

Wir schauen einmal wieder auf ein vergangenes Jahr zurück. Dabei fällt auf, dass wir so oft warten, bis sich etwas verändert, verbessert, zum Guten wendet. Irgendwie ist es nicht einfach im hier und jetzt zu leben. In unserem Dienst, in unserer Familie und ganz persönlich habe ich festgestellt: Das ist die Realität.

Auf dem Bild habe ich mit den Jungs den Colambo (3.100 m, Hausberg unseres Dorfes) bezwungen – dank dem Auto. Dort sollte schon lange ein Repeater für unser Radio stehen. 2016 im April wurde uns die Lizenz entzogen und die Ausschreibung für die neuen Lizenzen ziehen sich immer noch hin. Wir warten nun schon fast zwei Jahre. Ist es Gott nicht wichtig, dass die vielen Hörer aus Loja wieder ihr Radio „Wellen der Hoffnung“ haben? Möchte Gott nicht noch viele Menschen in den Bergregionen erreichen mit den geplanten neuen Sendern? Gott scheint andere Pläne zu haben. Bei dem ganzen sollten wir allerdings nicht verzweifeln und auch nicht hilflos zusehen.

 

»Seid still und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhaben sein unter den Völkern, ich werde erhaben sein auf der Erde!« Der HERR der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Sela.)

Psalm 46,11-12 (Schlachter 2000)

 

In diesem Psalm wird Gott als feste Burg beschrieben, mitten in den harten Kämpfen. In anderen Übersetzungen steht in Vers 11 „Lasst ab…“ (NBH, ELB) oder „hört auf!…“ (HFA) und in einer englischen Übersetzung wird angedeutet „stop [your fighting]…“ (HCSB). Höre auf zu kämpfen und konzentriere dich wieder auf Gott – weißt du eigentlich wer an deiner Seite kämpft, wer deine Burg ist? Ich glaube, oft fehlt mir das. Ja, es ist gut sich voll im Dienst einzusetzen, immer zu beten… aber dabei nicht zu vergessen, wer Gott unser Schöpfer ist, was er in Jesus für uns getan hat, das er die Welt in seiner Hand hat.

Die ganze Bibel ist voller Geschichten mit Persönlichkeiten, die auf Gott warteten im Kampf ihres Lebens und denen Gott immer wieder zeigen musste, wer er ist. Am Ende dieses Jahres, im Kampf an verschiedenen Fronten möchte ich dich mit einer Geschichte Elisas ermutigen – lies 2. Könige 6,8-23. Dieses Heer Gottes ist immer um dich, diese Autorität Gottes ist immer bei dir und in seiner Autorität hat er uns sogar in die Welt gesandt, Jünger zu machen (Matthäus 28,18-20).

 

Dann betete Elischa: „Jahwe, öffne ihm doch die Augen!“ Da öffnete Jahwe die Augen des Dieners, und er sah auf einmal, dass der ganze Berg rings um Elischa von Pferden und Streitwagen aus Feuer wimmelte.

2. Könige 6,17 (NBH)

Culto Unido – Gemeinsamer Gottesdienst

Am Samstag Abend haben wir in Cariamanga mit etwa 100 Christen aus der Region Gottesdienst gefeiert. Das gab es Jahre nicht mehr. Wir sind Gott dankbar, dass wir mit den drei Pastoren aus Cariamanga die letzten Wochen gemeinsame Treffen haben konnten und so das Band zwischen den verschiedenen Denominationen neu knüpfen konnten. Wir sind gemeinsam eine Gemeinde in Jesus Christus, die für das eine Evangelium einsteht, wie es auch in der Predigt zu Wort kam – Gott sendet aus Liebe zu uns, seinen Sohn Jesus Christus der am Kreuz starb für unsere Sünden, und der wieder von den Toten aufstand. Wer Sünde in seinem Leben bekennt und Jesus als seinen Retter und Herrn annimmt, der wird ein ein neuer Mensch und wird hier und in Ewigkeit bei Gott sein.

Ein eindrucksvoller Moment für uns als Familie, da wir genau deshalb in diese so unerreichte Region gezogen sind. Gott hat uns über das Treffen der Pastoren die Tür zu den Gemeinden geöffnet in denen wir Jüngerschaft trainieren dürfen. Neue Hausgruppen sind entstanden in denen einige Menschen Jesus kennen lernen durften. Ein gemeindeübergreifender Bibelkurs „Die Geschichte der Hoffnung“ ist in vollem Gange. Menschen werden befähigt um das Evangelium verständlich weiterzusagen. Ein Licht geht auf in der Dunkelheit der fünf Kantone Calvas, Gonzanamá, Quilanga, Espindola und Sozoranga (70.000 Menschen unter denen wir etwa 150 Christen kennen, 0,2%).

!!!“Danke für alle eure Gebete“!!!