Liebe und Respekt

„Jeder Ehemann soll seine Frau so lieben, wie er sich selbst liebt, und die Ehefrau soll ihren Mann achten und respektieren.“ Epheser 5,33

26 Frauen aus Gonzanamá und umliegenden Dörfern nahmen am vergangenen Wochenende an der Frauenfreizeit teil. Unsere ecuadorianische Teamkollegin Sandry sprach über Themen zur Ehe – was wir als Frauen über die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mann und Frau wissen sollten und wie wir zu einer guten Ehebeziehung beitragen können. Frauen brauchen Nähe (Liebe), Männer hingegen brauchen Respekt! Doch wenn der Mann sich nicht respektiert fühlt, sei es durch Unstimmigkeiten, klagende und kritische Worte oder Handlungen, reagiert er darauf mit einem Verhalten, das seine Frau als lieblos empfindet. Und wenn die Frau sich nicht geliebt fühlt und der Mann ihr keine Nähe zeigt, reagiert sie mit einem Verhalten, das der Mann als respektlos empfindet. Es ist wichtig, diese Dynamik zu verstehen, um den Kreislauf unterbrechen zu können und bereit zu sein, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen. Wenn die Frau Liebe erfährt, reagiert sie mit Respekt, und wenn der Mann Respekt erfährt, reagiert er mit Liebe! Beide Seiten können so erfahren, was ihr Herz braucht – wer tut den ersten Schritt? Sandry hat den Frauen viele Hilfestellungen aus der Bibel aufgezeigt, was Gott sich als Schöpfer von Mann und Frau, und als Erfinder der Ehe ausgedacht hat. Doch in allem, was wir als imperfekte Menschen für eine gute Beziehung anstreben können, ist es das wichtigste, dass Jesus im Boot der Ehe sitzt und Er in den Herzen beider Partner sein Werk tut!

Mit Kindern aus Gonzanamá

In der letzten Ferienwoche haben wir in Gonzanamá für das Kinderferienprogramm eingeladen. Unsere Kurzzeitlerin Jana hat diese Tage mit einer Jugendlichen der lokalen Gemeinde geplant und durchgeführt, eine Teamkollegin war teilweise auch involviert. Es war eine tolle Zeit mit Geschichten von Jesus, mit Liedern, Spielen und Basteleien. Die Kinder hatten viel Spaß und wir beten weiter, dass Gottes Wort und seine Liebe in den Herzen der Kinder aufgeht und Gott in ihnen sein Werk tut!

Jünger, Gemeinden und Leiter reproduzieren

 

Unsere neuen Situation auf dem Land mit vielen kleinen Kommunen in den Bergen fordert uns heraus neue Wege zu gehen. Wir wollen die wenigen existierenden Christen in verschiedenen Dörfern ausrüsten. Jeder Nachfolger von Jesus soll sich aufmachen um neue Jünger zu machen, neue Gruppen zu gründen, in seiner Umgebung. Wie bringen wir die Menschen dazu diese Vision anzunehmen? Klar, viel beten.

Aber, wie hat Jesus Jünger gemacht, wie die Apostel, welche Prinzipien sehen wir bei den ersten Gemeinden? Wie konnte Paulus nach zwei Jahren sagen, dass von Ephesus aus alle Menschen (geschätzt 8-15 Millionen) in Kleinasien, das Evangelium gehört haben (Apg. 19). In Römer 15 spricht Paulus, dass er „keinen Raum mehr“ hat um das Evangelium weiterzusagen und deshalb plant, nach Europa zu kommen. T4T (Training for Trainers) basiert auf einer unglaublichen Gemeindegründungsbewegung in Asien und zielt darauf: Die grundlegenden Anweisungen von Jesus auszuführen, bspw. dass jeder sich seiner Identität als Botschafter des Reiches Gottes bewusst wird (2 Cor 5:17-21) und Jünger macht (Mt 28:18-20).

So haben wir die Sache studiert, uns mit praktizierenden Missionaren verbunden und sind nun sehr herausgefordert, selbst diesen Lebensstil zu leben. Kontaktiert uns bitte, wenn ihr mehr darüber wissen wollt. Bete mit für die fünf Kantone im Süden der Provinz Loja: Gonzanamá, Calvas, Quilanga, Espindola und Sozoranga. Etwa 67.500 Menschen leben in dieser Region in den Bergen. Laut unserer Studie 2015 leben hier etwa 150 Christen (0,2 %).

Lesestoff: T4T A Discipleship Re-Revolution; Four Fields of Kingdom Growth; T4T Story Series; T4T ist ein praxiserprobter Trainingsprozess, der Evangelisation, Kurz- und Langzeitjüngerschaft und das Gründen von Gruppen durch Laien auf erstaunlich einfache Weise miteinander verknüpft und für kontinuierliche Multiplikation von Trainern sorgt: von Trainern, die wiederum andere trainieren. Der Leitgedanke in diesem Prozess der Multiplikation beruht auf 2. Tim. 2,2″ (Günther Hess, 2013, Trainer trainiert Trainer). Auch in Deutschland gibt es inzwischen diese Bewegung.