„Sie haben uns für verrückt erklärt“

Wir sind wieder zurück in Ecuador, die Koffer ausgepackt und die Arbeit geht weiter. Hier ein kleiner Einblick aus dem Dorf Changaimina, einem Gemeindegründungsprojekt.

Aníbal und Josefina sind schon immer von dem Gedanken getrieben, wie sie wohl in den Himmel kommen. Ihr Dorf in der katholisch geprägten Provinz Loja ist sehr religiös. Man geht zum traditionellen Gottesdienst, macht die Rituale mit und hofft, dass es ausreicht, wenn das Leben auf der Erde zu Ende ist. Besonders Josefina betete immer aufrichtig zu Gott wenn sie in die Kirche ging „Herr zeig mir doch den richtig Weg der zum Himmel führt“. In der traditionellen Kirche fand sie nie eine Antwort darauf.

Ihr Sohn weit weg in der Hauptstadt, erzählte ihr von Jesus. Aber was hat das alles auf sich? Hier kommt Alba ins Spiel, wir haben sie schon öfters erwähnt. Wir besuchen sie und ihre Familie wöchentlich zum Bibelstudium und Jüngerschaft. Mit ihr beten wir für Aufbruch in Changaimina und haben die Vision eine Gemeinde zu gründen. Sie kennt alle Leute im Dorf und kam so auch mit Aníbal und Josefina ins Gespräch. Nach unserer Rückkehr nun, sind die Beiden bei unseren Treffen dabei. Sie sind voll motiviert und mehr als erfüllt mit Frieden über ihre Beziehung zu Jesus und nicht mehr nur einer Religion angehörend. Verehren von Heiligen-Statuen, Rituale mit denen man sich zu Gott hocharbeiten muss, Unsicherheit ob es für den Himmel reicht – all das ist Vergangenheit. Sie sind voller Elan Gottes Wort zu entdecken, Gott die Ehre zu geben und ihren Platz im Reich Gottes in Changaimina einzunehmen. Wir beten, dass ihr kleiner Laden zu einem Punkt der Hoffnung für viele Dorfbewohner wird. Daran arbeiten wir mit ihnen.

Die Konsequenzen lassen nicht auf sich warten. „Sie haben uns für verrückt erklärt. Manche hassen uns seit sie von der Bekehrung mitbekommen haben.“ Der katholischen Kirche den Rücken zuzudrehen ist hier gleichgestellt mit Verrat, der Familie absagen oder Gott zu hintergehen. Vielen Menschen werden durch geistlichen Missbrauch an der Kirche gehalten, mit Regeln, Drohungen, Versprechungen und leider nicht mit der Hoffnung durch Jesus. Gott allein die Ehre, Er möchte nicht neben anderen angebetet werden.

Ich bin Jahwe, das ist mein Name! Diese Ehre lass ich mir von niemandem nehmen. Den Götzen gebe ich nicht mein Lob.

Jesaja 42,8 (NeÜ)

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