Nothilfe für die Erdbebenregion

Allein in der Provinz Manabí gab es bislang weit über 500 Tote. Immer noch kommt es zu schweren Nachbeben (erst gestern zwei der Stärke 6 innerhalb einer Stunde). Auch viele christliche Gemeinden sind betroffen, Kirchen eingestürzt, Gläubige gestorben. Die Menschen campieren immer noch im Freien wegen der Nachbeben, und weit über 20.000 sind obdachlos geworden. Von unserer Kollegin wissen wir, dass mancherorts ein unerträglicher Gestank der verwesenden Leichen und gärenden Lebensmittel herrscht. Die Hitze gibt ihr Bestes dazu. Jetzt wurde auch noch Alarm gegeben wegen Zyka-Virus und Dengue-Fieber.

Gleichzeitig erreichen die Hilfslieferungen immer besser die betroffene Zone, es sind Straßen wieder passierbar. Manche Dörfer sind allerdings auch heute noch von der Außenwelt abgeschnitten. Zwei Missionare unserer Partnerorganisation SIM sind mit nationalen Teams unterwegs und verteilen Hilfsgüter, finanziell unterstützt von der DMG. Die christlichen Gemeinden in unserer Stadt Loja sammeln eifrig Hilfsgüter aller Art. Einige Lastwagen mit Trinkwasser, Nahrung, Kleidung und anderen Hilfsgütern sind von hier aus bereits im Erdbebengebiet angekommen.

Ich (Christian) koordiniere gemeinsam mit den christlichen Gemeinden Lojas Baueinsätze ab der zweiten Maiwoche. Wir wollen mit einem größeren Team Unterkünfte für Obdachlose bauen. Dabei wollen wir uns auf die hilfsbedürftigsten Familien konzentrieren und wenn möglich in vernachlässigten Dörfern arbeiten. Die Ersthilfe ist in vollem Gange, aber es ist wichtig, für die Betroffenen wieder eine stabile Lebenssituation herzustellen. Daher konzentrieren wir uns stärker auf diese zweite Phase der Katastrophenhilfe.

Ingenieure aus unseren Gemeinden in Loja planen einfache Unterkünfte, die wir günstig und schnell erstellen können. Wir organisieren Mitarbeiter und Finanzen (über Spenden an die DMG). Der Materialtransport ins Katastrophengebiet wird das Schwierigste sein. Für all das Organisieren brauchen wir Weisheit. Wahrscheinlich werden wir mehrere einwöchige Einsätze machen und dabei auch seelsorgerlich arbeiten, den Menschen zuhören und Hoffnung in Jesus weitergeben. Betet für Weisheit, dass wir bei der Planung an alles Wichtige denken und gute Entscheidungen treffen, damit der Einsatz zum Segen für viele Menschen wird.

Gebet für die Erdbebenopfer

Dieser Artikel ist neben weiteren Berichten von Ecuador-Missionaren und Fotos auch auf der Homepage der DMG zu finden.