Wasser im dürren Land

Fünf Jahre schon besucht unsere Gemeinde das kleine Dörfchen Canguraca, nahe der peruanischen Grenze. Alles fing an durch einen jungen Mann aus Canguraca, der in Loja Jesus fand und durch Menschen aus unsere Gemeinde, die verwandtschaftliche Beziehung ins Dorf hatten. Inzwischen gibt es einen kleinen Kreis von Gläubigen und jeden Monat fährt eine Gruppe aus Loja um diese zu ermutigen und weitere einzuladen. Es gilt einen langen Atem zu haben, viel Gebet und Kreativität um den Menschen Gottes Wort zu erklären.

Die Menschen leben in aller Bescheidenheit, ohne fließendes Wasser, das Land ist sehr trocken. Dieses Jahr ist es extrem trocken und der nahe Bach führt schon lange kein Wasser mehr. Unser Gebet ist, dass hier noch mehr Menschen Jesus kennenlernen. Immer wieder unterstützen wir die Einsätze. Ein Idee wäre, hier etwas  in der Dorfentwicklung zu machen. Etwa das Abfließen des Wassers über ein einfaches Damm-System zu verlangsamen, wenn es denn einmal regnet. Es gibt hier viele Möglichkeiten, der kleinen Gemeinde ganz praktisch zu helfen und dabei geistlich einen großen Einfluss zu haben.

Unser Wochenende mit Männern aus Loja haben wir bewusst in dieses Dorf gelegt, um Bewusstsein für die eigenen Landsleute zu schaffen. Das Essen war einfach spitze, alles Bio-Bio, alles frisch 😉 Es gibt viele solche Täler in der Provinz, die unerreicht sind, ohne Bewusstsein des Evangeliums von Jesus. Auch ein Grund warum wir in Cariamanga arbeiten wollen.

Taufe am Fluss

Die Taufe ist ein sichtbares Symbol dessen was im Unsichtbaren geschehen ist, dass jemand nun in Jesus Christus lebt, Jesus sein Leben neu gemacht hat. Dieser Schritt bedeutet für die Menschen hier sehr viel. Damit kehren sie nicht nur den religiösen Traditionen der Kultur den Rücken,  sondern oft auch den Überzeugungen ihrer eigenen Familie. Viele müssen deshalb mit starker Ablehnung von Seiten ihrer Liebsten rechnen. Vergangenen Samstag durften wir bei diesem besonderen Bekenntnis von sieben Menschen aus unserer Gemeinde dabei sein. Wir dürfen beten, dass sie weiter in der Beziehung zu Jesus wachsen können, sich von ihm gebrauchen lassen und dass Gottes Wort und Geist sie immer wieder stärkt – auch wenn Gegenwind aufkommt. Als Gemeinde haben wir diesen besonderen Tag gemeinsam am Fluss in Zamora verbracht, und neben Gottesdienst, Taufe, Mittagessen sowie Sportspielen am Nachmittag auch viel Zeit für Gespräche und guten Austausch gehabt.

Fundamentos 2015

Donnerstag, Freitag und Samstag letzter Woche hatten wir die „Fundamentos 2015“-Konferenz organisiert. Eingeladen waren Mitarbeiter, Leiter und Pastoren aus Gemeinden in Loja. Das Thema: „In der Gnade Gottes leben“. Wie die Balance halten zwischen „billiger Gnade“ (Vergebung akzeptieren und weiterleben wie man will) und mit Gesetzlichkeit den Himmel verdienen wollen. Es waren Tage mit wichtigen Grundlagen, für die mit vielen „interessanten Lehren“ aufgemischte Christenheit in Loja. Im Schnitt besuchten uns 150 Personen pro Tag. Als Team haben wir die Konferenz organisiert und hatten schon vorher mit den eingeladenen Rednern eine super Zeit. Walter G. Cross, selber 43 Jahre Missionar in Chile, Mexiko und Brasilien und Autor von „Leben in der Kraft des Evangeliums“ und „Das Rätsel des Vater Unser“ sprach über das Hauptthema Gnade. William King, langjähriger Mitarbeiter bei Christianity Explored zeigte auf, wie man anhand des Markusevangeliums die Basics des Christsein klar erkennen kann. Zuletzt Kep James, SIM Missionar in Bolivien und Leiter vom ESI Programm, wo auch Christian in Loja mitarbeitet! Wir beten, dass die Botschaft tief in die Herzen fällt!