Wasser im dürren Land

Fünf Jahre schon besucht unsere Gemeinde das kleine Dörfchen Canguraca, nahe der peruanischen Grenze. Alles fing an durch einen jungen Mann aus Canguraca, der in Loja Jesus fand und durch Menschen aus unsere Gemeinde, die verwandtschaftliche Beziehung ins Dorf hatten. Inzwischen gibt es einen kleinen Kreis von Gläubigen und jeden Monat fährt eine Gruppe aus Loja um diese zu ermutigen und weitere einzuladen. Es gilt einen langen Atem zu haben, viel Gebet und Kreativität um den Menschen Gottes Wort zu erklären.

Die Menschen leben in aller Bescheidenheit, ohne fließendes Wasser, das Land ist sehr trocken. Dieses Jahr ist es extrem trocken und der nahe Bach führt schon lange kein Wasser mehr. Unser Gebet ist, dass hier noch mehr Menschen Jesus kennenlernen. Immer wieder unterstützen wir die Einsätze. Ein Idee wäre, hier etwas  in der Dorfentwicklung zu machen. Etwa das Abfließen des Wassers über ein einfaches Damm-System zu verlangsamen, wenn es denn einmal regnet. Es gibt hier viele Möglichkeiten, der kleinen Gemeinde ganz praktisch zu helfen und dabei geistlich einen großen Einfluss zu haben.

Unser Wochenende mit Männern aus Loja haben wir bewusst in dieses Dorf gelegt, um Bewusstsein für die eigenen Landsleute zu schaffen. Das Essen war einfach spitze, alles Bio-Bio, alles frisch 😉 Es gibt viele solche Täler in der Provinz, die unerreicht sind, ohne Bewusstsein des Evangeliums von Jesus. Auch ein Grund warum wir in Cariamanga arbeiten wollen.

„Jesus, bitte komm in mein Leben“

Wenn aber jemand mit Christus verbunden ist, so ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen, etwas Neues ist entstanden… (2.Kor 5:17).

Das durfte ich heute erleben. Ein Freund, sein Leben auf dem Kopf, Geldschwierigkeiten, Selbstmordversuch, Eheprobleme, gezeichnete Vergangenheit… Es war überwältigend für mich, zu erleben, wie Gottes Geist in ihm wirkte, als er ihn von der Dunkelheit ins Licht führte und ihm ein neues Leben gab. Er war zerbrochen, konnte nicht mehr. Vielleicht hat Gott ihn gerade dahin gebracht, um ihm zu zeigen, „du brauchst mich“.

Für mich war es wieder eine Lehre. Beten, beten, beten… und das Evangelium ganz einfach mutig weitersagen. Manchmal fühlt es sich komisch an, fast doof. Bringt die Botschaft was? Das sind die Gedanken des Gegners. Nein, wir haben die kräftigste Botschaft dieser Welt, sind Botschafter Gottes.

…Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst ausgesöhnt und uns aufgetragen hat, anderen mit dieser Versöhnung zu dienen: Gott war in der Person von Christus als er durch ihn die Menschen mit sich versöhnte, darauf verzichtete, ihnen ihre Verfehlungen nicht anzurechnen, und uns die Botschaft der Versöhnung übergab. So sind wir nun Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet! Er hat den, der ohne Sünde war, für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn zu der Gerechtigkeit kommen, mit der wir vor Gott bestehen können (2 Korinther 5,18-21; Hervorhebungen von mir).

Der Freund, atmet auf, hat neuen Mut, fühlt wie Gott seine ganze Last der Vergangenheit abnimmt. Noch nie hat er so etwas gespürt. Erst jetzt hat er verstanden, dass ihm Gott schon immer das Angebot der Versöhnung gemacht hat. Nur hat er zulange versucht es selber zu regeln, Gott zu besänftigen mit seinen Werken, damit sein Leben wieder in Ordnung kommt. Er ist fast daran verzweifelt. Nein, Gott hat es schon lange in Jesus für uns am Kreuz getan.

Jetzt kann er aufatmen. Der Freund zeigt mir seine Flaschen mit heiligem Wasser, Essenzen von Schamanen und Heilern, die in seinem Geschäft helfen sollen. Wir schmeißen alles in eine Tüte und ab in den nächsten Mülleimer. Er ist nun nur noch von einem abhängig – Jesus – der einzige Weg zu Gott.