„Jesus, bitte komm in mein Leben“

Wenn aber jemand mit Christus verbunden ist, so ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen, etwas Neues ist entstanden… (2.Kor 5:17).

Das durfte ich heute erleben. Ein Freund, sein Leben auf dem Kopf, Geldschwierigkeiten, Selbstmordversuch, Eheprobleme, gezeichnete Vergangenheit… Es war überwältigend für mich, zu erleben, wie Gottes Geist in ihm wirkte, als er ihn von der Dunkelheit ins Licht führte und ihm ein neues Leben gab. Er war zerbrochen, konnte nicht mehr. Vielleicht hat Gott ihn gerade dahin gebracht, um ihm zu zeigen, „du brauchst mich“.

Für mich war es wieder eine Lehre. Beten, beten, beten… und das Evangelium ganz einfach mutig weitersagen. Manchmal fühlt es sich komisch an, fast doof. Bringt die Botschaft was? Das sind die Gedanken des Gegners. Nein, wir haben die kräftigste Botschaft dieser Welt, sind Botschafter Gottes.

…Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst ausgesöhnt und uns aufgetragen hat, anderen mit dieser Versöhnung zu dienen: Gott war in der Person von Christus als er durch ihn die Menschen mit sich versöhnte, darauf verzichtete, ihnen ihre Verfehlungen nicht anzurechnen, und uns die Botschaft der Versöhnung übergab. So sind wir nun Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet! Er hat den, der ohne Sünde war, für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn zu der Gerechtigkeit kommen, mit der wir vor Gott bestehen können (2 Korinther 5,18-21; Hervorhebungen von mir).

Der Freund, atmet auf, hat neuen Mut, fühlt wie Gott seine ganze Last der Vergangenheit abnimmt. Noch nie hat er so etwas gespürt. Erst jetzt hat er verstanden, dass ihm Gott schon immer das Angebot der Versöhnung gemacht hat. Nur hat er zulange versucht es selber zu regeln, Gott zu besänftigen mit seinen Werken, damit sein Leben wieder in Ordnung kommt. Er ist fast daran verzweifelt. Nein, Gott hat es schon lange in Jesus für uns am Kreuz getan.

Jetzt kann er aufatmen. Der Freund zeigt mir seine Flaschen mit heiligem Wasser, Essenzen von Schamanen und Heilern, die in seinem Geschäft helfen sollen. Wir schmeißen alles in eine Tüte und ab in den nächsten Mülleimer. Er ist nun nur noch von einem abhängig – Jesus – der einzige Weg zu Gott.

Fundamentos 2015

Donnerstag, Freitag und Samstag letzter Woche hatten wir die „Fundamentos 2015“-Konferenz organisiert. Eingeladen waren Mitarbeiter, Leiter und Pastoren aus Gemeinden in Loja. Das Thema: „In der Gnade Gottes leben“. Wie die Balance halten zwischen „billiger Gnade“ (Vergebung akzeptieren und weiterleben wie man will) und mit Gesetzlichkeit den Himmel verdienen wollen. Es waren Tage mit wichtigen Grundlagen, für die mit vielen „interessanten Lehren“ aufgemischte Christenheit in Loja. Im Schnitt besuchten uns 150 Personen pro Tag. Als Team haben wir die Konferenz organisiert und hatten schon vorher mit den eingeladenen Rednern eine super Zeit. Walter G. Cross, selber 43 Jahre Missionar in Chile, Mexiko und Brasilien und Autor von „Leben in der Kraft des Evangeliums“ und „Das Rätsel des Vater Unser“ sprach über das Hauptthema Gnade. William King, langjähriger Mitarbeiter bei Christianity Explored zeigte auf, wie man anhand des Markusevangeliums die Basics des Christsein klar erkennen kann. Zuletzt Kep James, SIM Missionar in Bolivien und Leiter vom ESI Programm, wo auch Christian in Loja mitarbeitet! Wir beten, dass die Botschaft tief in die Herzen fällt!

Wir werden größere Dinge als Jesus tun?

Da fragt sich so mancher, was Jesus in Johannes 14,8-14 über uns sagt. Auch bei der DMG haben wir uns in der Gebetszeit heute Morgen mit diesen Aussagen auseinander gesetzt. Zwei Fragen tauchen dabei auf: Was sind das für größere Dinge, die wir tun werden und was bedeutet es, im Namen von Jesus zu beten?

Geht es bei den größeren Dingen (Joh. 14,12) darum, dass wir größere Wunder tun als die, welche uns von Jesus bekannt sind? Immer wieder in der Geschichte haben seine Nachfolger ähnliche Wunder getan. Er tat viele Wunder um seine Macht zu beweisen – zu viele um sie alle aufzuschreiben (Joh. 20,30; 21,25). Auch heute noch demonstrieren Wunder die Macht von Jesus und so können wir auch Wunder-volles erwarten, wenn wir beten. Das größte Wunder für mich ist jedoch bereits getan: Wir dürfen durch Vertrauen – Anvertrauen unseres Lebens an Jesus, Vertrauen auf die Vergebung der Sünden durch den Tod von Jesus am Kreuz und seine Auferstehung – ewiges Leben haben und damit ist ein unvorstellbares Leben nach dem Tod gemeint. Das übrigens ist der Grund, für den es das Johannesevangelium gibt (Joh. 20,31)! Was sind nun die größeren Dinge? Continue reading