Wellen der Hoffnung

Noch immer warten wir auf die Antwort der Autoritäten, ob wir unsere Frequenz zurückbekommen. Nun ist es fast ein halbes Jahr, seit uns die FM-Frequenz entzogen wurde. Das geschah dann, als wir das Studio gerade neu eingerichtet und die ersten Überlegungen für die Erweiterung der Abdeckung anstellten. Für letzten Freitag haben sie uns versprochen, die endgültigen Ergebnisse der Ausschreibung weiterzugeben. Danke wenn ihr weiter für uns betet.

Eine Ermutigung und Bestätigung erreichte uns am Freitag. Als ich und Josh gerade im Radio beschäftigt waren, steht auf einmal ein Ehepaar aus Kanada im Raum. Sie sind in bzw. stehen kurz vor der Rente… und Wayne ist Radiotechniker. Nicht irgendeiner, sondern einer der schon etliche christliche Radiostationen gebaut hat. „Wow“, ist unser Gedanke, genau den brächten wir hier, wenn die Frequenz zurückkommt. Beide Besucher sind sehr bewegt. Wayne und Diana wollten einfach mal Ecuador erkunden und sehen ob nicht hier ihr Platz wäre für die Rente, um noch Gott zu dienen. Echt genial, denken Josh und ich, da schickt Gott schon mal den Radiotechniker bevor wir eine Zusage für die Frequenz haben. Da haben wir unserem Besuch doch gleich mal die Sender-Installationen gezeigt.

Wie genial wäre das, bald wieder auszustrahlen zu können und dazu mit der Erweiterung noch in der ganzen Provinz Lojas. Zehntausende Menschen im ländlichen Raum hatten noch nie christliches Radio. Von ihrer Kultur her sind die Menschen besonders zugänglich für Geschichten, Erzählungen, Unterweisungen. Lesen ist nicht ihre Stärke, genau da kommt ein Radio an.

„Jesus, bitte komm in mein Leben“

Wenn aber jemand mit Christus verbunden ist, so ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen, etwas Neues ist entstanden… (2.Kor 5:17).

Das durfte ich heute erleben. Ein Freund, sein Leben auf dem Kopf, Geldschwierigkeiten, Selbstmordversuch, Eheprobleme, gezeichnete Vergangenheit… Es war überwältigend für mich, zu erleben, wie Gottes Geist in ihm wirkte, als er ihn von der Dunkelheit ins Licht führte und ihm ein neues Leben gab. Er war zerbrochen, konnte nicht mehr. Vielleicht hat Gott ihn gerade dahin gebracht, um ihm zu zeigen, „du brauchst mich“.

Für mich war es wieder eine Lehre. Beten, beten, beten… und das Evangelium ganz einfach mutig weitersagen. Manchmal fühlt es sich komisch an, fast doof. Bringt die Botschaft was? Das sind die Gedanken des Gegners. Nein, wir haben die kräftigste Botschaft dieser Welt, sind Botschafter Gottes.

…Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst ausgesöhnt und uns aufgetragen hat, anderen mit dieser Versöhnung zu dienen: Gott war in der Person von Christus als er durch ihn die Menschen mit sich versöhnte, darauf verzichtete, ihnen ihre Verfehlungen nicht anzurechnen, und uns die Botschaft der Versöhnung übergab. So sind wir nun Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet! Er hat den, der ohne Sünde war, für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn zu der Gerechtigkeit kommen, mit der wir vor Gott bestehen können (2 Korinther 5,18-21; Hervorhebungen von mir).

Der Freund, atmet auf, hat neuen Mut, fühlt wie Gott seine ganze Last der Vergangenheit abnimmt. Noch nie hat er so etwas gespürt. Erst jetzt hat er verstanden, dass ihm Gott schon immer das Angebot der Versöhnung gemacht hat. Nur hat er zulange versucht es selber zu regeln, Gott zu besänftigen mit seinen Werken, damit sein Leben wieder in Ordnung kommt. Er ist fast daran verzweifelt. Nein, Gott hat es schon lange in Jesus für uns am Kreuz getan.

Jetzt kann er aufatmen. Der Freund zeigt mir seine Flaschen mit heiligem Wasser, Essenzen von Schamanen und Heilern, die in seinem Geschäft helfen sollen. Wir schmeißen alles in eine Tüte und ab in den nächsten Mülleimer. Er ist nun nur noch von einem abhängig – Jesus – der einzige Weg zu Gott.