Gott am Werk

Warum ist es nur so schwer, von unserer Hoffnung in Jesus weiterzuerzählen? Unter anderem haben wir uns mit dieser Frage beschäftigt, in den Gruppen, die wir die letzten Monate in verschiedenen Dörfern angefangen haben. Eines wurde uns beim Bibelstudium klar: wenn wir unsere Identität in Jesus kennen, dann wollen wir unsere Hoffnung in Jesus weitergeben, aus Liebe zum Nächsten und weil wir Gottes Botschafter sind. Dazu haben wir einige Werkzeuge gemeinsam gelernt und uns gegenseitig motiviert, sie anzuwenden. Das Resultat: Gott am Werk und Menschen total verändert.

Gott bräuchte uns nicht, aber er hat in seiner Souveränität entschieden, dass er uns als Versöhnungs-Botschafter einsetzen will (2. Korinther 5:17-21), und zwar JEDEN, der an IHN glaubt. Die Frage ist: Sind wir mit seiner Liebe erfüllt und sind wir gehorsam (Johannes 14:15), seinen Anweisungen zu folgen (Matthäus 28:18-20)?

Die letzten Wochen haben wir gesehen, wie Gott wirkt, wenn wir unseren Teil dazugeben – nicht weil er auf uns angewiesen ist, sondern weil er uns einfach dazu aufgefordert hat. Vielleicht will Gott auch sehen, ob wir tatsächlich für IHN einstehen wollen (Römer 1:16-17), denn „es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt“. Unser Aufgabe ist es, das Evangelium durch Weitersagen an Ort und Stelle zu bringen, die Veränderung wirkt Gott.

Jünger, Gemeinden und Leiter reproduzieren

 

Unsere neuen Situation auf dem Land mit vielen kleinen Kommunen in den Bergen fordert uns heraus neue Wege zu gehen. Wir wollen die wenigen existierenden Christen in verschiedenen Dörfern ausrüsten. Jeder Nachfolger von Jesus soll sich aufmachen um neue Jünger zu machen, neue Gruppen zu gründen, in seiner Umgebung. Wie bringen wir die Menschen dazu diese Vision anzunehmen? Klar, viel beten.

Aber, wie hat Jesus Jünger gemacht, wie die Apostel, welche Prinzipien sehen wir bei den ersten Gemeinden? Wie konnte Paulus nach zwei Jahren sagen, dass von Ephesus aus alle Menschen (geschätzt 8-15 Millionen) in Kleinasien, das Evangelium gehört haben (Apg. 19). In Römer 15 spricht Paulus, dass er „keinen Raum mehr“ hat um das Evangelium weiterzusagen und deshalb plant, nach Europa zu kommen. T4T (Training for Trainers) basiert auf einer unglaublichen Gemeindegründungsbewegung in Asien und zielt darauf: Die grundlegenden Anweisungen von Jesus auszuführen, bspw. dass jeder sich seiner Identität als Botschafter des Reiches Gottes bewusst wird (2 Cor 5:17-21) und Jünger macht (Mt 28:18-20).

So haben wir die Sache studiert, uns mit praktizierenden Missionaren verbunden und sind nun sehr herausgefordert, selbst diesen Lebensstil zu leben. Kontaktiert uns bitte, wenn ihr mehr darüber wissen wollt. Bete mit für die fünf Kantone im Süden der Provinz Loja: Gonzanamá, Calvas, Quilanga, Espindola und Sozoranga. Etwa 67.500 Menschen leben in dieser Region in den Bergen. Laut unserer Studie 2015 leben hier etwa 150 Christen (0,2 %).

Lesestoff: T4T A Discipleship Re-Revolution; Four Fields of Kingdom Growth; T4T Story Series; T4T ist ein praxiserprobter Trainingsprozess, der Evangelisation, Kurz- und Langzeitjüngerschaft und das Gründen von Gruppen durch Laien auf erstaunlich einfache Weise miteinander verknüpft und für kontinuierliche Multiplikation von Trainern sorgt: von Trainern, die wiederum andere trainieren. Der Leitgedanke in diesem Prozess der Multiplikation beruht auf 2. Tim. 2,2″ (Günther Hess, 2013, Trainer trainiert Trainer). Auch in Deutschland gibt es inzwischen diese Bewegung.

Zeit für Beziehung

Wir sind in ein kleines Dorf gefahren und wollten uns eigentlich mit einer Mama und ihren drei Kindern treffen. Sie war nicht da. Dann treffen wir die Nachbarin Luz. Alle ihre Kinder arbeiten im Ausland oder wollen nicht viel von der Heimat wissen. Nach kurzer Zeit bekommen wir erst mal ein paar gekochte Eier vorgesetzt. Sie hat viele Verletzungen und erzählt uns offen über ihr Leben. Da sie keine Bibel hat, schenken wir ihr eine und gleich fängt sie an zu lesen. Wir weisen Sie auf ein paar wichtige Stellen zum Evangelium hin. Wir beten noch mit ihr und hoffen, dass sie viel liest bis wir wieder kommen. Gottes Wort hat Macht und ist lebendig. Vielleicht dürfen wir das nächste Mal ganz viele Fragen beantworten.

Viel unterwegs

Loja, Macará, Zapotillo, Vilcabamba, Peru,… In den letzten Wochen waren wir oft auf Achse. Von Macará aus besuchen wir regelmäßig eine kleine Gemeinde in Zapotillo, die noch nicht lange existiert. Nach Peru ging es zu einer Konferenz mit einem Büchertisch für Jung und Alt. Von einer Predigtkonferenz in Vilcabamba kam Christian bereichert und ermutigt wieder zurück. Zwischendurch fahren wir immer wieder nach Loja um an Teamtreffen teilzunehmen, sowie unsere dortigen Freunde zu treffen. Diese Autofahrten sind während der Regenzeit jedoch immer wieder eine Herausforderung… doch Gott hält seine Hand über uns und hat uns bisher immer sicher ans Ziel gebracht!