Wellen der Hoffnung

So heißt unser Radio, oder auch „Ondas de Esperanza Radio“ auf Spanisch. Es geht weiter in der Serie unserer Dienste, die wir mit SIM in Ecuador verfolgen.

Leider sind wir seit längerer Zeit nur über unsere Internetseite und Mobile App zu hören. Durch Umstände im Land wurden viele Frequenzen abgeschaltet, für die wir uns wieder in einem neuen Ausschreiben bewerben müssen. Betet für die Frequenz, das Ausschreibungsverfahren hat in den letzten Wochen neu angefangen.

Vielen Menschen, vor allem im Ländlichen, brauchen die Radiowellen dringend wieder. In der unwegsamen Provinz Loja ist Radio ein wichtiges Werkzeug. Menschen können 24 Stunden 7 Tage lang das Evangelium hören, Beratung erfahren und sich an guter Musik mit Sinn erfreuen. Es gibt tolle Zeugnisse vom Radio wie Menschen Jesus kennengelernt haben und Hilfe für ihr Leben bekamen.

Gemeindegründung auf dem Land

Sein Wissensdurst und Drang zu Philosophie und Weltanschauungen brachten Edgar auf verschiedene Pfade. Er kommt aus einem kleinen, abgelegenen Dorf in der Loja Provinz und da staunt man nicht schlecht, wenn er einen mit perfektem Englisch anspricht. Die Bibel interessierte Edgar, aber eben als ein Buch, eine Anschauung von vielen. Über Verbindungen rutschte er auch in Drogen und schließlich kam die Nacht in der eine Überdosis fast sein Leben beendete. Im Delirium sieht er sich buchstäblich in der Hölle. In dieser Erfahrung öffnet Gott sein Herz und Edgar vertraut danach sein Leben Jesus an. Er hatte vorher schon öfters mit Missionaren in Loja die Bibel auf Englisch studiert, so wendet er sich gleich an sie und wir bekommen wieder Kontakt. Nun wohnt er weiter auf der Finca (Hof) abgelegen von jeglichen anderen Nachfolgern Jesus. Sein Herz brennt für IHN, aber er hat keine Gemeinschaft mit anderen Gläubigen.

Hier kommt unser Team „Gemeindegründung“ ins Spiel. Genau diese Menschen versuchen wir mit anderen Gläubigen zu verbinden, wir besuchen sie, wir trainieren sie, damit auch bald ihre Familien, Freunde und Nachbarn konkret das Evangelium hören. Vor ein paar Wochen durften wir Edgar taufen, im Beisein von etwa 30 Familienmitgliedern. Wow, was für eine Chance gleich allen von der Hoffnug in Jesus weiterzusagen. Wir hatten sehr gute Gespräche. So gibt es viele vereinzelte Christen in der Provinz Loja oder kleinen Hausgemeinden. Mit ihnen gehen wir zusammen Schritte um die vielen Täler und Höhen zu erreichen.

Loja City hat uns wieder

Etwas mehr als vier Monate sind schon an uns vorbeigesaust, seit unserer Rückkehr nach Ecuador. Wir sind zurück wo wir 2014 angefangen hatten – in der Provinz Stadt Loja. Warum zurück in der Stadt, seid ihr nicht bewusst in den ländlichen Teil der Provinz gezogen? Ja, unser Herz war auf dem Land, auch unseren Kindern hat es dort sehr gefallen und wir waren im Element. Gott hatte andere Pläne!

Gott hat uns, besonders Christian, in die Leitung berufen. Das wäre die Kurzform der Geschichte. In Realität war es ein etwas längerer Prozess. Am Ende unseres ersten Einsatzes (Aug. 2014 – Okt. 2018) wurde Christian für die Wahl des Direktors von SIM Ecuador nominiert und schlussendlich gewählt. Es war für uns eine längere Zeit mit Fragen, Überlegungen, Gebet und Gottes Wort, um zur Entscheidung zu kommen und die Nominierung anzunehmen. Das bedeutet nun, ein etwa 20-Einheiten-Team (2/3 Familien) zu leiten, das stark am wachsen ist. Viele Aufgaben: Personal, Administration, Finanzen. Aber besonders auch Vision wo es hingeht, Dienste die wir tun oder auch nicht, Entscheidungen über unsere Ressourcen treffen und… wir sind immer noch Teil des Teams für Gemeindegründung und Jüngerschaft.

Hier möchten wir in den nächsten paar Wochen, kurz und knapp unsere Dienste von SIM Ecuador und unser Team vorstellen… unser Vorsatz, jede Woche einen Eintrag ;)…

Lebenszeichen

Ja, uns gibt es noch! Nach unseren zehn Monaten in Deutschland und Ausreise im Juli diesen Jahres, sind wir nun wieder voll in Ecuador angekommen. Die neuen Aufgaben füllen unseren Alltag aus, wir treffen alte Bekannte und lernen neu Menschen kennen. Bei so vielem merken wir, dass wir schon 4,5 Jahre hier verbracht haben. Die Jungs gehen in die Vorschule. Morgen fängt auch die wieder an, denn seit etwa eineinhalb Wochen war unser Land lahmgelegt.

Und gerade deshalb möchten wir ein Lebenszeichen geben. Wir sind durch Tage der Unsicherheit gegangen – hier könnt ihr das nachlesen – und haben neu erfahren, welche Kraft im Gebet steckt und wie Gott immer und alles unter Kontrolle hat. Als Leiter von SIM Ecuador das Team durch diese Unsicherheit zu führen und Entscheidungen zu treffen, war gleich mal ein heftiger Einstieg.

Ihr dürft wieder auf mehr Aktivität auf diesem Blog gespannt sein!